Geschichte

Rund ein Drittel der Riehener Bevölkerung wohnt im Niederholzquartier. Seinen offiziellen Namen „Niederholzquartier“ erhielt das Gebiet erst 1978 anlässlich der Quartiereinteilung der Gemeinde. Bis zum Ersten Weltkrieg war das Niederholzquartier kaum bewohnt. So waren im ersten Riehener Adressbuch 1911 ganze 21 Wohnhäuser aufgeführt.

Seit 1862 führt die Wiesentalbahn durchs Quartier und prägte, erst recht seit der Erhöhung des Bahndammes auf neun Meter kurz vor dem Ersten Weltkrieg, den Lebensraum entscheidend. Erst Ende 2008 konnte eine eigene S-Bahnhaltestelle in Betrieb genommen werden. Bis dahin war seit 1908 vor allem die Tramlinie die wichtigste öffentliche Verbindung zu Stadt und Dorf.

In den 20er bis 40er Jahren entstand eine erste Bautätigkeit. Der eigentliche Bauboom auf dem einstigen Schwemmland von Rhein und Wiese setzte nach dem Zweiten Weltkrieg ein – bis 1965 war das Quartier eine grosse Baustelle. In dieser Zeit entstanden auch die Schulanlagen Niederholz (1946/51), Hebel (1952/3) und Wasserstelzen (1961/4) und Kindergärten.

In den 70er Jahren wurde das schnell entstandene Quartier noch als anonymes „Vorstadt-Quartier“, als ein „Wohn- und Schlafquartier“ wahrgenommen. Eine eigenständige Identität war noch nicht mitgewachsen. Der Quartierverein Niederholz entstand 1978 aus dem Anliegen, aus dieser anonymen Wohngegend mehr zu machen und die Interessen des Quartiers gegenüber Behörden und Öffentlichkeit zu vertreten.